ReFERENTEN

Moderation

  Manfred Erdenberger, geboren 1941, ist Journalist und Moderator. Nach dem Volontariat arbeitete der gebürtige Westfale zunächst als Zeitungsreporter, bevor er 1969 erste Hörfunkerfahrungen beim WDR in Dortmund sammelte. Vier Jahre später wechselte Erdenberger zur WDR-Zentrale in Köln, wo er als Moderator aktueller Sendungen im WDR 2 schnell zu einer der prominentesten Stimmen des Senders avancierte. Ab 1980 leitete Manfred Erdenberger das Reportage-Ressort in der Aktuellen Abteilung, ab 1982 das Chef-vom-Dienst-Büro in der Chefredaktion Hörfunk. Seit 1988 bekleidete er auch den Posten des stellvertretenden Hörfunk-Chefredakteurs. Zugleich stand er lange Jahre auch für das Fernsehen vor der Kamera, moderierte verschiedene Talk-Sendungen und den Showklassiker "Spiel ohne Grenzen" in der ARD. Als Chefredakteur des WDR-Programmbereichs Politik wurde Erdenberger 1996 zum politischen Chefkorrespondenten berufen und berichtete in dieser Funktion acht Jahre lang aus dem In- und Ausland, vor allem aus dem Nahen Osten. Nach seinem offiziellen Ausscheiden aus dem aktiven Dienst gründete er 2006 die "Deutsche Initiative für den Nahen Osten" (DINO), der er heute noch als Sprecher vorsteht. Manfred Erdenberger ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Referenten

  Kurt Bodewig, Jahrgang 1955, Bundesminister a. D., ist Präsident der Deutschen Verkehrswacht e. V. und seit 2010 Mitglied des Vorstandes des Institute For European Affairs (INEA). Nach seiner Ausbildung zum Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft arbeitete er bis 1981 als Wohnungskaufmann bei der Stadtsparkasse Düsseldorf und in Bau- und Wohnungsunternehmen. Von 1981 bis 1986 leitete er die Verwaltungsstelle Zivildienst. Von 1986 bis 1998 war er Abteilungsleiter beim DGB im Landesbezirk Nordrhein-Westfalen. Mitglied des Bundestages wurde er 1998, von März bis November 2000 war er Parlamentarischer Staatssekretär, von November 2000 bis Oktober 2002 dann selbst Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Ab 2002 bis 2009 arbeitete er als Stellvertretender Vorsitzender des Europaausschusses im Deutschen Bundestag, bevor er 2010 Mitglied des Vorstandes des Institute For European Affairs (INEA) wurde. Ehrenamtlich ist er außer bei der Deutschen Verkehrswacht e.V. (DVW) unter anderem als Präsident des Baltic Sea Forums (BSF) und als Vizepräsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) tätig.

  Dr.-Ing. Dirk Boenke, Jahrgang 1969, arbeitet seit April 2009 als Gruppenleiter Verkehr & Umwelt bei der STUVA e. V., einer privaten und gemeinnützigen Forschungsinstitution in Köln. Boenke studierte an der Bergischen Universität Wuppertal Bauingenieurwesen mit Schwerpunkt Verkehrsplanung. Anschließend arbeitete er in diesem Bereich in einem Kölner Ingenieurbüro, bis er 2004 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Bergische Universität Wuppertal, Lehr- und Forschungsgebiet Straßenverkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik wechselte. Dort erstellte er u. a. für die Eugen-Otto-Butz-Stiftung einen Leitfaden zur Verkehrsraumgestaltung und Verkehrsplanung für ältere Menschen. 2010 schloss er seine Promotion "Neue Methoden zur Sicherung der Mobilität älterer Menschen im Straßenverkehr" erfolgreich ab. Boenke arbeitet in Arbeitsausschüssen und Arbeitskreisen zum Thema Fußgänger- und Radverkehr und Barrierefreiheit der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen und des DIN mit. 2009 qualifizierte er sich zum Sicherheitsauditor für innerörtliche Straßen und Ortsdurchfahrten. 2012 gewann er im Team mit einer Forschergruppe um Dr. Sebastian Poschadel vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung der Universität Dortmund den Verkehrssicherheitspreis des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Erster Platz) für die Arbeit "Trainierbarkeit der Fahrkompetenz älterer Kraftfahrer im Realverkehr – Eine kontrollgruppenbasierte Evaluationsstudie".

  Siegfried Brockmann, Jahrgang 1959, hat den Beruf des Kraftfahrzeugmechanikers erlernt und Politische Wissenschaften in Berlin studiert. Er war seit 1986 in politischen Funktionen unter anderem für die Senatskanzlei und den Verkehrssenator des Landes Berlin tätig. Von 1993 bis 1997 leitete er das Ministerbüro und die Kommunikation des Verkehrs- und Bauministeriums des Landes Brandenburg. Seit 1998 verantwortete Siegfried Brockmann die Kommunikation für den Bereich Schaden- und Unfallversicherung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Seit 2006 ist er dort Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Ehrenamtlich ist er Vizepräsident der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und Vorstandsmitglied des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR).

  Prof. Dr. Matthias Gather, geboren 1958, ist Professor für Verkehrspolitik und Raumplanung an der Fakultät Wirtschaft-Verkehr-Logistik der Fachhochschule Erfurt. Nach dem Studium der Geographie, Volkswirtschaft und Soziologie an der Universität Frankfurt am Main und der University of Manchester in England , promivierte er 1991 am Institut für Kulturgeographie, Stadt- und Regionalforschung der Universität Frankfurt. Seine berufliche Laufbahn umfasst Beschäftigungen als freier Mitarbeiter der Prognos AG, Basel, bei der Fa. Lahmeyer International, Frankfurt am Main, sowie als Projektleiter bei der Planungs- und Ingenieurgesellschaft Infrastruktur und Umwelt, Prof. Dr.-Ing. H.R. Böhm & Partner, Darmstadt. Seit 1996 bekleidet er die Professur für Verkehrspolitik und Raumplanung in Erfurt und leitet seit 2003 außerdem das von ihm neu gegründete Forschungsinstituts Verkehr und Raum. Sein Lehrgebiet "Verkehrspolitik und Raumplanung" befasst sich mit den vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen der politischen Steuerung von Verkehrsentwicklung und räumlichen Prozessen. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bilden dabei die vielfältigen Herausforderungen des demographischen Wandels an die Verkehrs- und Raumordnungspolitik.

  Erhard Hackler, Jahrgang 1949, ist geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga e.V., Bonn. Als Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung studierte er Jura, Politik und Geschichte. Nach seiner Zulassung als Rechtsanwalt arbeitet er für die CDU-Bundespartei als Referent für Rechtspolitik und Bundesgeschäftsführer des Arbeitskreises Christlich-Demokratischer-Juristen. Von 1987 bis 1999 war Erhard Hackler als Geschäftsführer der nordrhein-westfälischen CDU tätig, bevor er 2000 die Geschäfte der Deutschen Seniorenliga übernahm.

  Dr. Dieter-L. Koch, Jahrgang 1953, studierte Architektur und unterrichtete viele Jahre an der heutigen Bauhaus-Universität Weimar. 1990 wurde er Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer. Von 1991 bis 1994 war er assoziiertes Mitglied bevor er 1994 als Mitglied des Europäischen Parlaments gewählt wurde. Seither ist er aktiv im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr tätig, in dem er seit 2009 den stellvertretenden Vorsitz innehat. In seiner Arbeit setzt er sich besonders für einen Europäischen Raum der Straßenverkehrssicherheit ein. Zudem arbeitet er im Ausschuss für Soziales und Beschäftigung, wo ihm vor allem die Belange von Menschen mit Behinderung am Herzen liegen. Seit 2004 ist er Vorstandsmitglied des Europäischen Verkehrssicherheitsrates. Dr. Koch ist Träger des Bundesverdienstkreuzes sowie des "Goldenen Dieselrings".

  Prof. Dr. med. Dieter Lüttje, Jahrgang 1955, ist Chefarzt und Leiter der Klinik für Geriatrie und Palliativmedizin am Klinikum Osnabrück. Nach dem Medizinstudium, Weiterbildung und Tätigkeit als Oberarzt folgte die Anerkennung als Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie, Geriatrie, Palliativmedizin sowie für Physikalische und Rehabilitative Medizin. 1994 gründete Lüttje die Klinik für Geriatrie (später Klinik für Geriatrie und Palliativmedizin) am Klinikum Osnabrück und steht ihr seitdem als Leiter vor. Von 2001 bis 2002 absolvierte der vierfache Vater ein Aufbaustudium an der Europäischen Akademie für Altersmedizin. Zwischen 2007 und 2012 war er am Klinikum Osnabrück zusätzlich als ärztlicher Direktor beschäftigt. Prof. Dr. med. Dieter Lüttje war darüber hinaus bis 2011 Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Geriatrie e.V., ist u.a. Mitglied der Ethikkommission der Universität Osnabrück, im Ausschuss der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und im Executive Board der Europäischen Gesellschaft für Geriatrie und ist seit 2012 Mitherausgeber der Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie.

  Dipl.-Ing. Jörg Ortlepp studierte an der Bergischen Universität Wuppertal Bauingenieurwesen und Verkehrsplanung. 14 Jahre lang war er als Verkehrsplaner und zuletzt als Geschäftsführer eines Ingenieurbüros in Köln tätig. Seit 2008 leitet er den Fachbereich Verkehrsinfrastruktur der Unfallforschung der Versicherer im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. in Berlin. Ortlepp arbeitet in mehreren Arbeitsausschüssen und Arbeitskreisen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrstechnik mit und leitet den Arbeitsausschuss "Anlagen des Fußgänger- und Radverkehrs". Darüber hinaus ist er Mitglied im Ausschuss Verkehrstechnik des Deutschen Verkehrssicherheitsrats und führt dort die Arbeitsgruppe "Technische Ausstattung von Straßen".

  Wolfgang Rose, Jahrgang 1950, gelernter Industriekaufmann und ursprünglich in der Textilbranche tätig, ist seit 2001 gewählter Vorsitzender des ACE Auto Club Europa (gegründet 1965). Vor Übernahme dieses Amtes war er Leiter der politischen Planung beim Vorstand der IG Metall. Rose gehört dem Vorstand des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) an. Außerdem ist er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Pannen- und Unfallhilfe e. V. (APU). Rose engagiert sich unter anderem in verkehrspolitischen Foren und in dem vom ACE mitinitiierten Verbund Europäischer Automobilclubs (EAC). Der ACE wird vom Vorsitzenden des Clubs auch im Beirat der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und in der Mitgliederversammlung der Allianz Pro Schiene repräsentiert. Rose gehört ferner mehreren Beratergremien der Versicherungswirtschaft an. Der ACE ist mit mehr als 550.000 Mitgliedern einer der führenden Dienstleister rund um Pannenhilfe, Bergen und Abschleppen. Als Verkehrsbund engagiert sich der ACE für mehr Verkehrssicherheit im Straßenverkehr und setzt sich dafür ein, Mobilität sozial, umweltverträglich und wirtschaftlich zu gestalten.

  Prof. Dr. Georg Rudinger, geboren 1942 in Leipzig, war von 1974 bis 2010 als Professor für das Fach Psychologie am Institut für Psychologie der Universität Bonn tätig. Seine Forschung ist durch eine Vielzahl von Projekten aus den Bereichen Mobilität, Technik und Alter gekennzeichnet, so z. B. 2009-2012 "MOBIL 2030 – Mobilitätskultur in einer alternden Gesellschaft: Szenarien für das Jahr 2030" gefördert von der VolkswagenStiftung und derzeit laufend (2011-2013) AGE-V3 - Verkehrsbezogene Eckdaten und verkehrssicherheitsrelevante Gesundheitsdaten älterer Verkehrsteilnehmer zusammen mit dem Institut für Arbeitsphysiologie an der Universität Dortmund (IfADo), Projektgruppe "Altern und ZNS-Veränderungen" (Prof. Dr. Falkenstein); gefördert von der Bundesanstalt für Straßenwesen. Zurzeit ist Rudinger Mitglied des BAGSO-Expertenrats und Sprecher des Zentrums für Alternskulturen an der Universität Bonn (ZAK), das er 2002 gegründet hat.
Titelgeber für die Tagung ist das Buch:
Rudinger, G. & Kocherscheid, K. (Hrsg.) (2011). Ältere Verkehrsteilnehmer – gefährlich oder gefährdet? Applied Research in Psychology and Evaluation 5. Bonn University Press. Göttingen: V&R unipress.
www.zak.uni-bonn.de/aktuelles

  Prof. Dr. Bernhard Schlag, geboren 1950, leitet die Professur für Verkehrspsychologie an der TU Dresden. Nach dem Studium der Psychologie legte Schlag 1974 an der RWTH Aachen sein Diplom ab. Promotion und Habilitation folgten 1980 und 1987 an der Universität Essen. Mittlerweile hat Prof. Schlag über 80 empirische, meist interdisziplinäre Forschungsprojekte im Auftrag von deutschen Ministerien, der Europäischen Union und industriellen Partnern durchgeführt. Er hat 50 Bücher geschrieben oder herausgegeben und über 220 Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften und Büchern verfasst, vor allem zu psychologischen Fragen der Mobilität und des Verkehrsverhaltens, Risiko- und Unfallanalysen für verschiedene Verkehrsteilnehmergruppen (Kinder, junge Fahrer, ältere Menschen), Mobilitätsmanagement, Akzeptanz von Innovationen und Möglichkeiten der Einstellungs- und Verhaltensänderung. Neben seiner Tätigkeit als Berater verschiedener Ministerien und Industriefirmen, gehört er u.a. dem Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und dem editorial board von Transportation Research F – Traffic Psychology and Behaviour an.
Aktuelle Informationen unter: www.verkehrspsychologie-dresden.de

  Joachim Tabath, Jahrgang 1961, ist Polizeihauptkommissar des Polizeipräsidiums Düsseldorf. Seit 32 Jahren ist er im Polizeidienst in verschiedenen Bereichen und Positionen tätig, davon in den letzten sieben Jahren als Verkehrssicherheitsberater für den Seniorenbereich in der Düsseldorfer Dienststelle "Verkehrsunfallprävention – Opferschutz". In dieser Funktion entwickelte er u.a. das Verkehrssicherheitsprogramm für Rollatoren, das auch international nachgefragt wird, hält zu diesem und anderen Themen wie "Demenz und Autofahren" oder "Schwerhörigkeit im Straßenverkehr" Vorträge auch über die Stadtgrenze hinweg. Das Verkehrssicherheitsprogramm umfasst darüber hinaus Module wie ein Sicherheitstraining für ältere Radfahrer, Wahrnehmungsparcours oder Tipps zum richtigen Verhalten auf Landstraßen und Autobahnen. Joachim Tabath hat sich einen Ruf als Mobilitäts- und Sicherheitsexperte für Senioren erworben.

  Prof. Dr. Mark Vollrath, Jahrgang 1962, hat in Würzburg Psychologie studiert, dort promoviert und habilitiert. Von 2002 bis 2007 war er Leiter des Bereichs "Human Factors" am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in Braunschweig. Seit 2007 ist er Leiter des Lehrstuhls für Ingenieur- und Verkehrspsychologie an der TU Braunschweig. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Alkohol und Drogen im Verkehr, Fahrermodellierung (Fahrerzustand und Aufmerksamkeit) und die Entwicklung und Bewertung von Fahrerassistenzsystemen und Informationssystemen im Fahrzeug. Dabei werden mit Hilfe von Feld- und Laborstudien die Auswirkungen von Alkohol und Drogen auf die Leistungsfähigkeit im Straßenverkehr geprüft. Durch Studien im Fahrsimulator und in Testfahrzeugen werden das Fahrerverhalten und der Umgang mit Informations- und Assistenzsystemen untersucht (Unfallanalysen, Belastung-Beanspruchung, Fahrfehler, Akzeptanz, Fahrerverhalten). Die Forschungsprojekte werden durch nationale (z.B. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Bundesanstalt für Straßenwesen) und internationale (z.B. EU) öffentliche Geldgeber und durch die Industrie (z.B. VW, Nuance) unterstützt. Prof. Vollrath hat neben zahlreichen Vorträgen knapp 100 Publikationen in Büchern und Zeitschriften zu diesen Themen verfasst. Im Jahr 2012 ist sein Lehrbuch "Verkehrspsychologie" im Kohlhammer Verlag erschienen.